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Vogelfotografie

Für alle, die auch mit dem Herzen fotografieren

Tara Tanaka ist nicht nur Birdingexpertin, sondern eine sehr erfahrene Digiscoperin, die viele ihrer Motive in ihrer Heimat Florida, aber auch auf Reisen findet. Für ihre fast märchenhaften, immer sehr emotionalen Aufnahmen wurde sie mit den „Digiscoper of the Year 2011“ und „Digiscoper of the Year 2012"-Auszeichnungen gewürdigt. Relativ neu ist ihre Liebe zum Videoscoping, also Filmaufnahmen mit dem Digiscoping-Equipment, zu dem Tanaka einige Tipps parat hat.

© Tara Tanaka - Sandhill

Tara Tanaka lebt in Florida und ist eine der angesehensten Digiscoperinnen unserer Tage. Ihr ganz persönlicher, emotionaler Fotostil brachte ihr schon unzählige Auszeichnungen. Für die Videoaufnahmen verwendet sie das STX 30-70x95 Teleskop mit TLS APO von SWAROVSKI OPTIK.


Im Frühling hatte ich die Gelegenheit, acht Indigofinken gleichzeitig zu beobachten. Einer dieser hübschen Kerlchen – alle acht waren Männchen – landete so nahe an meiner Blende, dass ich schon befürchtete, ich könnte ihn nicht mehr scharfstellen. Aber der Vogel war genau richtig entfernt und trotzdem so nahe, dass ich seinen Körper kaum als Ganzes auf das Bild bringen konnte.

Ein anderes Mal überwinterte ein Kanadakranich-Paar in einem Moorgebiet außerhalb der Stadt. Auf dem Foto konnte ich festhalten, wie das Weibchen nicht bloß für ihr Männchen tanzte, sondern regelrecht ein wundervolles Ballett vorführte.



Mit Übung zu hervorragenden Aufnahmen

Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig Übung beim Digiscopen ist. Wer oft übt, kann das Teleskop überall richtig nutzen, schnell fokussieren und vor allem die Einstellungen ohne einen Blick durch die Kamera vornehmen. Diese Fähigkeiten machen den Unterschied – zwischen jenen Aufnahmen, die du kriegst, und jenen, die du eben nicht kriegst.



Manuelles Fokussieren hilft beim Umstieg

So sehr ich diese Momente im Moor liebe, so sehr schätze ich es auch zu reisen, um andere Vogelarten zu beobachten. Bei meinen letzten Reisen habe ich mit dem STX 30-70x95 Teleskop von SWAROVSKI OPTIK und einer Panasonic GH3 gearbeitet. Seit Kurzem mache ich damit auch vermehrt Videos.

Wenn einem der manuelle Fokus geläufig ist, dann gelingt der Übergang zum Videoscoping ziemlich nahtlos. Ich war es jedenfalls gewöhnt, Vögeln mit dem Teleskop zu folgen, sie im Fokus zu halten – und diese Fähigkeiten benötige ich auch für das Filmen.

  • © Tara Tanaka - Trogon
  • © Tara Tanaka - Reddish Egret
  • © Tara Tanaka - Carolina Chickadee
  • © Tara Tanaka - Summer Tanager

Improvisieren will gelernt sein

Eines meiner liebsten Videos ist nahe dem St. Marks National Wildlife Refuge entstanden, als ich auf die Ankunft eines Schmuckreihers wartete und unverhofft eine Schnepfe auf Futtersuche entdeckte. Als ich kurz von der Kamera aufblickte, sah ich, dass sich noch näher ein Keilschwanz-Regenpfeifer niedergelassen hatte. Ich habe zu ihm geschwenkt, den Fokusknopf im Uhrzeigersinn gedreht und dann, als ich den Vogel im Sucher hatte, noch einmal Feinjustierungen vorgenommen.

Der Keilschwanz-Regenpfeifer und seine Reflexion füllten das Bild. Den Vogel im Fokus behalten, ihn mit der Kamera so aufzuzeichnen, dass sowohl der Vogel als auch die Reflexion im Bild waren, UND ihm dabei zu folgen, während er sich bewegte – das war genau das, was mein Gehirn in dieser Situation noch verarbeiten konnte. Als ich wieder kurz aufsah, erblickte ich etwas entfernt einen Großen Gelbschenkel. Ich habe ihn so schnell wie möglich fokussiert, bin ihm gefolgt und habe wieder versucht, Vogel und Reflexion im Sucher einzufangen.



Tipps fürs Videoscoping

Zwei Dinge habe ich von meinen Videoscoping-Einsätzen mitgenommen.

Erstens: Wer durch den Sucher blickt, bekommt schnell einen „Tunnelblick“. Ein kurzes Aufsehen zeigt oft Dinge, die spektakulärer sind als das, was man gerade im Sucher beobachtet.

Und zweitens: Wenn du einen sich schnell bewegenden Vogel aufnehmen willst, dann hilft es, ihn nicht zu nahe an den Bildschwerpunkt kommen zu lassen. Wenn er sich dann plötzlich schnell bewegt, dann läuft er nicht aus dem Bild, ehe du ihn mit der Kamera wieder einfangen kannst.