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Video Digiscoping

Und Action! Wie Videoscoping Menschen näher bringt

Der Kärntner Mario Kreuzer dreht schon sein halbes Leben für Film und Fernsehen. Mit der Digiscoping-Ausrüstung von SWAROVSKI OPTIK realisierte er jetzt ein Filmportrait über den Red Bull Air-Race-Piloten und Weltmeister Hannes Arch und lernte dabei besonders das geringe Gewicht und die lange Brennweite des STX Teleskops zu schätzen.

  • © Mario Kreuzer
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  • © Mario Kreuzer
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Mario Kreuzer produziert Naturfilme und TV-Porträts von bekannten Sportlern. Sein Unternehmen legt sehr viel Wert auf hochwertige Technik und war eines der ersten in Europa, das mit HD-Equipment arbeitete. Für den Film über Hannes Arch verwendete Kreuzer ein STX 95 Teleskop mit TLS APO von SWAROVSKI OPTIK kombiniert mit dem Sony High Speed Camcorder NEX-FS700.

Eine Klettertour mit Freunden sollte den roten Faden für das Portrait von Hannes Arch bilden, zumal dieser ja seine Karriere auch als Bergführer und Kletterer startete. Darauf aufbauend sollte der ganze Werdegang erzählt werden: Drachenfliegen, Paragleiten, Basejumpen, Kunstflug bis hin zum Höhepunkt, dem Weltmeistertitel beim Red Bull Air Race. Das war der Plan.



Ein Dreh unter schwierigen Voraussetzungen

Damit dieses Portrait das ganze Jahr ausgestrahlt werden konnte, war es notwendig, auf Bilder mit Schnee zu verzichten. Deshalb wurde nicht in Österreich, sondern an der südfranzösischen Mittelmeerküste gedreht. Unserem ursprünglich geplanten Drehort, im Gebiet des Verdon in den französischen Alpen, mussten wir wegen des beständig schlechten Wetters ausweichen.

Die besondere Herausforderung bei diesem Dreh war, dass für die Kletterrunde nur ein Drehtag zur Verfügung stand. Allein der geplante Anstieg zur Felswand nahm drei Stunden in Anspruch. Deshalb war nur Zeit, die Route ein Mal zu klettern.



Zwei gute Gründe für Digiscoping

In dieser schwierigen Situation konnte ich mit dem Teleskop von SWAROVSKI OPTIK bestens arbeiten. Das lag zum einen am geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen, die den Transport einfach machten. Zum anderen konnte ich aufgrund der Landschaftssituation nicht näher zum Felsen und somit zu den Kletterern ran. Aus diesem Grund wären Foto-Teleobjektive (z. B. 150-500 mm ohne Crop) nicht ausreichend gewesen. Dies waren auch die Gründe, warum ich mein konventionelles 600-mm-Tele durch das STX 95 Teleskop von SWAROVSKI OPTIK ersetzt habe.

Entgegen meinen anfänglichen Sorgen war die geringere Lichtstärke des Teleskops nie ein Problem. Auch die fehlende Blende vermisste ich nicht, da man mit den eingebauten ND-Filtern immer recht gut auskommt. In extremen Fällen könnte man eventuell mit einer minimalen Veränderung der Belichtungszeit aushelfen, was bei mir aber in keiner Situation notwendig war.

Flexibel auf alles reagieren

Der schnelle Objektivwechsel, etwa von einem Weitwinkelobjektiv auf das Teleskop, erwies sich ebenso als sehr vorteilhaft. Hier ist vor allem der TLS APO Adapter hilfreich, auch wenn man bei diesem immer darauf achten muss, dass er präzise aufgesteckt wird. Man spart übrigens sehr viel Zeit, wenn man den TLS APO am Kamerabajonett verriegelt, um dann nur noch das Teleskop raufschieben zu müssen, anstatt das ganze Objektiv bzw. die Kamera entsprechend am Bajonett zu befestigen. Jedenfalls haben die vielen Objektivwechsel und der damit verbundene Umbau auf dem kleinen Kamerakran (MiniJib) bzw. der Pocketschiene bei der recht kurzen Klettertour sehr gut funktioniert.



Digiscoping als „Must-have“

Das STX 95 Teleskop von SWAROVSKI OPTIK benötigt aufgrund des geringen Gewichtes eigentlich keine aufwendige Abstützung. Ich habe einfach einen bestehenden Teil meines Kompendiumherstellers an die Teleskopschiene montiert. Mit dem entsprechenden Novoflex T2-Adapter kann das Teleskop direkt und ohne zusätzliche Adapter an die Sony FS700-Kamera montiert werden.

An beiden Zoom-Endpunkten zeigen sich weder Vignettierungen noch chromatische Fehler, was für mich vor allem wegen der unvorteilhaften Lichtsituation mit einem hellen bis weißen Himmel wichtig war. Der Lichtverlust zwischen Anfangs- und Endpunkt des Zooms entspricht ziemlich genau dem Umschalten eines eingebauten ND-Filters.

Das Filmen mit dem Digiscoping-Equipment hat sich für mich sehr bewährt. Für einen Tierfilmer ist es geradezu ein „Must-have“ und durch das geringe Gewicht ist es auch in anderen Bereichen (z. B. Sport) ein interessantes Werkzeug.