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Macro Digiscoping

Die Nuancen des Lebens als perfektes Motiv

Der Tiroler Hannes Nothdurfter lebt in Australien und fotografiert dort mit der Digiscoping-Ausrüstung von SWAROVSKI OPTIK unter anderem kleine Lebewesen wie Schmetterlinge, Bienen und Fliegen. In seinem Beitrag verrät er die Tricks, wie er beim sogenannten Makrodigiscoping zu seinen spektakulären Aufnahmen kommt.

© Hannes Nothdurfter

Hannes Nothdurfter ist SWAROVSKI OPTIK Representative in Australien und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Makrodigiscoping. Für seine Aufnahmen verwendet er ein ATS 80 Teleskop mit einem TLS 800 Adapter.

Nachdem mir schon viele gute Aufnahmen entgangen sind, weil ich nicht wusste, wo ich genau scharfgestellt hatte, habe ich begonnen, dem Vorausfokussieren mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Das stellt sicher, dass ich auf eine bestimmte Distanz fokussiere, um etwa beim Landen einer Biene auf einer Blüte nur mehr geringfügig nachfokussieren zu müssen.

Generell verwende ich für Makros einen Abstand, der etwa einen Meter über der kürzestmöglichen Fokussierdistanz (Naheinstellgrenze) liegt. Ich vergewissere mich, dass der Zoom ganz zurückgestellt ist, um das größtmögliche Sichtfeld sowie mehr Tiefenschärfe zu erreichen, was mir dabei hilft, das Subjekt so schnell wie möglich ins Bild zu bekommen.



Warum die Tiefenschärfe wichtig ist

Ich arbeite ohne Stativ. Das freihändige Bedienen des Teleskops hat zwar seine Nachteile, aber auch deutliche Vorteile. Zum einen kann man sich viel leichter bewegen und korrigieren, ohne sich mit dem Stativ abmühen zu müssen. Bewegungen nach vorne, zurück oder zur Seite sind viel schneller zu bewerkstelligen. Gleiches gilt auch für das Finden des passenden Winkels. Weil beim Makrodigiscoping der Abstand zum Subjekt sehr gering ist und das Teleskop eine hohe Brennweite aufweist, wird die Tiefenschärfe zu einem entscheidenden Faktor.



Makrodigiscoping setzt andere Prioritäten

Hier kommt der Kamerasucher ins Spiel, denn dieser zeigt, welcher Teil des Motives in Kamera und Teleskop scharfgestellt wurde. Das ist wichtig für die Feinjustierungen. Wenn ich Fotos auf diese Weise mache, dann liegt meine Priorität nämlich ganz klar auf der korrekten Einstellung der Schärfe. Erst an zweiter Stelle kommt die Wahl der richtigen Verschlusszeit, um Bewegungsunschärfen zu vermeiden. Und erst danach folgen die ISO-Werte.

  • © Hannes Nothdurfter
  • © Hannes Nothdurfter
  • © Hannes Nothdurfter
  • © Hannes Nothdurfter
  • © Hannes Nothdurfter

Wackelfrei zu exzellenten Aufnahmen

Für gute Makroaufnahmen ist es wichtig, eine stabile Halteposition zu finden. Jedes Wackeln sollte weitestgehend verhindert werden, damit eine optimale Einstellung der Schärfe erreicht werden kann. Denn, wie heißt es so schön: Man kann nur fokussieren, was man auch wirklich sieht.



Kleine Bewegung, große Wirkung

Außerdem ist die Tiefenschärfe bei den im Makrodigiscoping üblichen Vergrößerungen und Abständen eine echte Herausforderung, weil minimalste Bewegungen nach vorne oder zurück – selbst wenn es sich nur um einen Millimeter handelt – das Subjekt schnell aus dem Fokus bringen. Diese Schwierigkeiten gehören aber zu dieser Art von Fotografie dazu. Ja, sie geben ihr sogar ihren besonderen Reiz.



Hier finden Sie noch eine Auflistung der kürzesten Fokussierabstände der erhältlichen SWAROVSKI OPTIK Teleskope:

TeleskopKürzeste Fokussierabstände
ATX/STX 652,1 m
ATX/STX 85 3,6 m
ATX/STX 95 4,8 m
ATS/STS 65 5,0 m
ATS/STS 80 5,0 m