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Island hopping the Hebrides

SEGELN, WANDERN, WILDTIERE UND VÖGEL BEOBACHTEN AUF DEN WESTLICHEN INSELN SCHOTTLANDS

SEGELN, WANDERN, WILDTIERE UND VÖGEL BEOBACHTEN AUF DEN WESTLICHEN INSELN SCHOTTLANDS

Eine kleine Gruppe von Naturliebhabern segelt auf einer komfortablen, sicheren Hochseeyacht durch das archaische Revier der Hebriden im Nordwesten Schottlands. Gemeinsam sind wir sowohl Crew als auch Expeditionsteam. Das Fernglas immer parat sind wir auf der Suche nach naturkundlichen Highlights.

„Anker hält!“ – So ruft unser Mann am Bug zum Skipper zurück. Wie gut ist doch das Gefühl, am Ende eines ereignisreichen Tages sicher und ruhig in einer geschützten Bucht vor Anker zu liegen. Die Segelyacht wiegt sich angenehm in der sanften Dünung hin und her und wir sitzen alle zufrieden mit einer Tasse heißen Tees in der Hand an Deck. Die warme, gelb-rote Sonne neigt sich dem Horizont zu und die Gedanken schweifen zu den Erlebnissen und Eindrücken der letzten Stunden und Tage zurück. Was haben wir nicht alles erlebt! Waren das wirklich nur 9 Tage?

Von der kleinen Hafenstadt Oban (Nordwestschottland) aus haben wir segelnd die schönsten und einsamsten Winkel, Buchten und Strände der Hebriden aufgesucht. Jeder Tag war erfüllt von tollen Naturbeobachtungen, beeindruckenden Landschaften und kleinen Segelabenteuern.

Immer wieder kreuzten Delphine (einmal auch ein Riesenhai) unseren Kurs und spielten mit der Bugwelle. Manches Mal schien es, als würden sie uns ganz bewusst zu den geheimnisvollen Vogelbrutfelsen weit draußen führen wollen. Dort wurden wir mit solch wunderbaren Bildern belohnt, wie wir sie sonst nur aus den Medien kennen:
Tölpel stürzen sich auf der Jagd nach Fischen wie Torpedos kopfüber in das kalte Wasser des „Inner“ und „Outher Minch“. Die Luft ist voll von Gischt, vom Geschrei der Möwen und dem tiefen Grollen der wuchtigen Atlantikwellen, die mit archaischer Kraft an die Basaltfelsen der Inseln prallen. Der Wind heult in den Wanten unserer Segelyacht. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Beiboot landen wir auf der windgeschützten Seite der Insel an. Was für ein wohltuendes Gefühl, den Fuß wieder auf festen Grund zu setzen. Wie wunderbar ist es, durch die unberührten, fast mannshohen grünen Farnwälder am Ufer zu streifen!

„Wie oft wurde diese Insel schon von Menschen betreten? Bin ich der Erste? Wohl nicht, immerhin befinden wir uns am Rand des dicht besiedelten europäischen Kontinents. Aber wer waren die Menschen, die vor uns bereits ihre Spuren im Ufersand hinterließen? Vielleicht die Pikten der vorchristlichen Zeit, Normannen, Angelsachsen...?“ Solche oder ähnliche Gedanken gehen uns während der Wanderung auf dem kleinen, unbewohnten Eiland durch den Kopf. Es beschleicht uns das Gefühl, hier Eindringling zu sein, vorsichtig sein zu müssen, die Unversehrtheit des Lebensraumes nicht stören zu dürfen. Mit viel Respekt vor der puren Natur wandern wir über eine Tundra-Wiese auf der zarte, orange, blaue und weiße Blüten im Wind zittern und dem nordischen Lebensraum genug Wärme und Wasser abtrotzen, um jedes Jahr aufs Neue ihre Buntheit in den kristallklaren Himmel zu strecken.

Und plötzlich öffnet sich der Blick – wir sehen auf einen kleinen, dünenartigen Strandabschnitt hinunter. Sandige Hügel, zum Teil mit Wacholder überzogen, bieten rastenden Watvögeln sowohl Schutz vor Wind und Wetter, als auch Nahrung. Nicht einmal der Wanderfalke, der lauernd über dem Gebiet seine Kreise zieht, hat eine Chance, zwischen den Wacholdersträuchern einen der rastenden Strandläufer zu erbeuten. Zuviel freien Raum benötigt er, der Speed-Rekordhalter der Vogelwelt, für einen erfolgreichen Jagdzug im Dickicht am Sandstrand.

Und dann: Am Horizont der Insel tauchen Silhouetten auf, die im Gegenlicht der Sonne kaum zu bestimmen sind. Da, jetzt wird die Sicht besser: Deutlich erkennen wir edle Rothirsche, die friedlich grasend die nordische Wärme am späten Nachmittag genießen. Wie die angestammten Besitzer der Inseln äugen sie in unsere Richtung. Wir – die kleinen Menschen dort unten am Ufer - können sie nicht aus der Ruhe bringen. Majestätisch stolzieren sie am Grat der grünen Inseln dahin...und verschwinden langsam aus dem Blickfeld.

Zurück an Bord: Der Tee in der Hand wärmt, der Rum im Tee lässt die Augen glänzen. Oder sind es doch die Erinnerungen an die letzten Tage, der Stolz und die Freude über die bestandenen Abenteuer und Erlebnisse?

Gemeinsam wird über die unvergessene Einfahrt in den Hafen von „Loch Maddy“ diskutiert. Dort, in der geschützten Bucht auf den „Outer Hebrides“, war der Skipper gefordert, den 40 Knoten starken und böigen Wind Paroli zu bieten. Mit viel Erfahrung und Geschick wurde die letzte Lücke am Anlegesteg sicher erwischt und das Schiff gut vertäut. Wie toll war es zu spüren, dass die internationale Seglergemeinschaft zusammen hilft. Die Crew des Nachbarschiffes – bei strömenden Regen nur mit T-Shirt und Sandalen bekleidet – kam hilfsbereit aus dem Boot geeilt und unterstützte das Anlegemanöver nach besten Kräften. Das tat gut! Wenn´s darauf ankommt, dann helfen Segler zusammen – ganz besonders in solch archaischen Revieren, wie es die Hebriden nun mal sind. Hier draußen wird jeder im Angesicht der Naturgewalten auf sein „Mensch-Sein“ reduziert, man hilft sich gegenseitig und der Blick erfasst das Wesentliche.

Dann schweifen die Gedanken im Gespräch zum Besuch des urigen „Anchor Inn“ zurück. Es war nach einem langen, intensiven Segeltag in den Gewässern vor „Ardnamurchan Point“ bei Tobermorry. Nach dem Anlegen im Hafen hatte die Mannschaft es eilig, sich aus dem Ölzeug zu schälen und dann nichts wie hinüber zur pittoresken Waterfront des kleinen Städtchens zu stiefeln! Verlockend leuchteten die Aufschriften der kleinen Gasthäuser und Läden in der Hafeneinfahrt. Beim Inn angekommen öffnete sich hinter der schweren Eichentür für uns eine andere, besondere Welt, die ebenso typisch für die Highlands ist, wie Farnwiesen, stille Seen und dunkle Wälder. Wie gut tat die wohlige Wärme, das gedämpfte Licht, die gemütliche Sitzbank. Die Thekenregale quollen von der Vielfalt heimischer Bier- und Whiskysorten fast über und aus der Küche dufteten Fish & Chips und Coleslaw.

Der schottische Whisky – so sagen Kenner – ist der Spiegel von Mensch und Natur der Highlands. Echt, moorig, rauchig, wärmend und voll von Charakter steckt das Nationalgetränk. Du kannst im Geschmack des Whiskys das Echo der unendlichen Weite der Tundra, der stillen Friedlichkeit des Moorsees, der Kraft der Tiere und Pflanzen, die dem nordischen Klima trotzen, wiederfinden. Lass dich darauf ein, schließe die Augen und genieße!

An unserem letzten Abend an Bord können wir es kaum glauben. Ist unsere gemeinsame Zeit wirklich schon vorbei? Sollen die Abenteuer, die Naturbeobachtungen, die intensiven Erlebnisse hier auf den Hebriden schon der Vergangenheit angehören? Ist Morgen wirklich der letzte Tag unserer Expeditionsreise? Nur noch ein Schlag in Richtung Oban, nur noch einmal das intensive Grün der „Grasslands“ der „Isle of Mull“ an sich vorüber ziehen lassen? Nur noch einmal Robben und Wasservögeln beim Spiel mit den Elementen zuschauen dürfen, ein letztes Mal das Gefühl genießen, den Elementen und der Natur einen wunderbaren Segeltag abgetrotzt zu haben und in den sicheren, schützenden Hafen einzulaufen? Ja – für heuer ist diese wunderbare Erfahrung wohl bald zu Ende. Aber: Wer einmal Lunte gerochen hat, mit dem Virus der schottischen Inselwelt infiziert wurde, der kommt wieder! Früher oder später...


Details:
Mehr Details zu den Programmen, Daten und Preisen werden in Kürze bekannt gegeben.
Sprachen: Englisch und Deutsch
Wenn Sie gerne weitere Informationen zu den oben beschriebenen Reisen erhalten möchten, bitte kontaktieren Sie uns über customerservice@swarovskioptik.com.


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