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Digiscoping im Garten

Das Naturerlebnis ums Eck

Direkt vor der Haustür, im eigenen Garten oder im nahe gelegenen Park, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Natur aus nächster Nähe zu erleben. Es gibt viel Spannendes und Schönes zu entdecken, weiß Mag. Gudrun Kaufmann zu berichten. Für sie vereint Digiscoping auf faszinierende Weise Naturbeobachtung mit der Möglichkeit, einzigartige Momente auch bildlich festzuhalten.

© Mag. Gudrun Kaufmann

Mag. Gudrun Kaufmann ist Biologin und beschäftigt sich seit ihrer frühesten Jugend mit der Tier- und Naturbeobachtung. Für ihre Aufnahmen verwendet sie ein ATX 25-60x65 Teleskop mit PA-i5 Adapter für iPhone* 5/5s von SWAROVSKI OPTIK.

Beim Digiscopen im Garten arbeite ich momentan mit einem ATX 25-60x65. Dieses Teleskop hat den Vorteil, dass die Naheinstellgrenze bei nur 2,1 m liegt. Somit ist es ideal, um auch kleinste Details mittels Makrofotografie einzufangen. Für den stabilen Stand sorgt ein Karbonstativ. Als Kamera verwende ich ein iPhone* 5s gemeinsam mit dem neuen PA-i5 Adapter.

Inzwischen werden zahlreiche Apps angeboten, die es ermöglichen, soeben geschossene Bilder direkt am iPhone* zu bearbeiten. Faszinierende Eindrücke können somit unmittelbar mit Freunden geteilt werden.



Sinnvolle Beschattung

Bei richtiger Anwendung kommt auch die Qualität der Bilder und Videos nicht zu kurz. Wichtig ist ein stabiler Aufbau und, besonders beim Filmen, das Vermeiden von Erschütterungen. Erreicht wird das am einfachsten mit einem guten Stativ und dem Kopfhörer des iPhones*, der als Fernauslöser genutzt wird. Schärfe und Vergrößerung werden natürlich am Spektiv eingestellt, Belichtung und Feinfokussierung übernimmt das iPhone*. Fotoapps bieten außerdem die Möglichkeit, den Fokus von der Belichtung zu trennen.

Ein Problem, das Nutzern von Smartphones hinlänglich bekannt ist, tritt bei hellem Licht auf: Das Bild am Display ist unter solchen Bedingungen kaum noch zu erkennen. Oft bietet das Tragen eines breitkrempigen Hutes bereits Abhilfe, da so das Display beschattet werden kann.



Vielfalt im Garten

Vögel, Amphibien, Reptilien, kleine Säugetiere, Schnecken, unzählige Insekten und Pflanzen zählen zu den typischen Bewohnern eines Gartens. Durch Anlegen eines Biotops oder einer „verwilderten Ecke“ und der Bevorzugung einheimischer Pflanzen bei der Gartengestaltung bietet man vielfältige Lebensraumstrukturen und Nahrung für unzählige tierische Bewohner.



Wo man singt, da lass dich nieder

Digiscoping ermöglicht auch scheue Tiere wie Vögel und Reptilien aus „nächster Nähe“ zu erleben und zu fotografieren. Naturliebhabern wird schon aufgefallen sein, dass besonders Vögel ziemlich kamerascheu sind. Komplett ungezwungen sitzt der Haussperling im Strauch neben der Terrasse und singt. Doch sobald die Kamera auf ihn gerichtet wird, verschwindet er. Gerade im eigenen Garten kann diese Herausforderung gut gemeistert werden: Man prägt sich den Platz ein, an dem der Sperling bevorzugt singt, sucht eine gute Position für das Spektiv und baut es auf. Sobald sich der Vogel daran gewöhnt hat, wird er wieder wie üblich singen. Geht man dann zum Spektiv und muss nur noch das iPhone* anbringen, lässt er sich meist nicht mehr stören.

Nistkästen und Futterhäuschen, die an – für Vogel und Fotograf – attraktiven und kameratauglichen Stellen angebracht werden, erweitern die Möglichkeiten, gute Bilder zu erhalten. Gleiches gilt für Vogelbäder. Aber Achtung! Sowohl bei Futterplätzen als auch bei Vogelbädern muss auf Hygiene geachtet werden, um den Tieren nicht zu schaden.

Übrigens: Sogar bei geschlossenem Fenster lassen sich gute Aufnahmen erzielen. Wer darauf achtet, dass der Raum abgedunkelt ist, bleibt für die Vögel unentdeckt.

  • © Mag. Gudrun Kaufmann - Brambling
  • © Mag. Gudrun Kaufmann - Common toad
  • © Mag. Gudrun Kaufmann - Wasp
  • © Mag. Gudrun Kaufmann - Common wall lizard

Reptilien sind am Morgen langsamer

Reptilien bevorzugen Sonnenplätze. Besonders Schlangen, die kurz vor der Häutung stehen, finden sich tagelang immer wieder an demselben Platz, an dem sie ausgedehnte Sonnenbäder nehmen. Reptilien sind am besten morgens zu fotografieren. Die Tiere müssen sich erst aufwärmen und sind daher noch träge und langsam. Wer das Equipment nicht schon am Vorabend aufstellen will, beginnt beim Fotografieren im größtmöglichen Abstand und arbeitet sich schrittweise heran, um die Tiere nicht zu verschrecken.



Ganz nah bei den kleinsten Gartenbewohnern

Makrofotografie halte ich hingegen für die beste Wahl, um Insekten zu fotografieren. Blütenbesucher bekommt man relativ einfach vor die Linse, wenn auf eine geeignete Blüte fokussiert und auf den Besuch des Insekts gewartet wird. Ich empfehle aber, den Nahfokusbereich des Spektivs nicht vollkommen auszureizen, um sich Spielraum zu erhalten. Schließlich bewegen sich Insekten und die Enttäuschung ist oft groß, wenn die Möglichkeit bestünde, eine Biene im Flug vor der Blüte zu fotografieren, jedoch die Nahdistanz bereits mit der Position der Blüte selbst ausgereizt wurde und ein Scharfstellen damit unmöglich wird.

Die Natur ist fantastisch und auch an ungewöhnlichen Orten zu entdecken. Die Möglichkeiten, faszinierende Momente in Bildern festzuhalten, sind beinahe unerschöpflich. Viel Vergnügen!

* iPhone ist ein Warenzeichen von Apple Inc.